Fragen zur Kommunalwahl auf Basis der Bewertung:
Wir haben auf Basis der Bewertung dieser Kommune einen Fragenkatalog für diese Kommune erstellt. In dem Katalog werden die 10 Maßnahmen aufgeführt, bei denen diese Kommune das größte Verbesserungspotenzial hat. Das Verbesserungspotenzial berechnet sich aus der Bewertung und der Gewichtung der Maßnahme, d.h. Maßnahmen mit niedriger Bewertung und hoher Gewichtung haben das größte Verbesserungspotenzial.
Diesen Fragenkatalog könnt ihr als Vorlage nutzen, um Fragen an Kandiderenden bei der Kommunalwahl zu stellen - oder um eure Verwaltung bzw Stadt/Gemeinderat damit zu konfrontieren. Mit dem Knopf unten könnt ihr euch direkt eine PDF generieren lassen, die ihr so verwenden könnt.
1. Bürgerbeteiligung beim Klimaschutz (KV_02)
Klimaschutz betrifft die Menschen vor Ort und sollte gemeinsam mit ihnen umgesetzt werden. Bürgerbeteiligungen fördern die demokratische Teilhabe und sind oft eine wichtige Unterstützung bei der Gestaltung und Umsetzung relevanter Maßnahmen in der Kommune.
Aktueller Stand in Arnsberg: Die Qualität, Form und Art der Bürgerbeteilung muss verbessert werden.Unsere Forderung: Die Bürgerbeteiligung muss autark arbeiten können und stärker in Entscheidungen einbezogen werden - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.Zur Bewertung2. Windkraftanlagen und Windparks der Kommune (EN_02)
Windkraft-Anlagen sind der Kern der Energiewende und ermöglichen große Wertschöpfung vor Ort, sowie Unabhängigkeit von fossilen Lieferketten.
Aktueller Stand in Arnsberg: Gesamte Nennleistung der Windkraftprojekte ist zwischen 200 und 550 Watt pro EW.Wir fordern verbindlich: Gesamte Nennleistung der Windkraftprojekte ist mindestens 1500 Watt pro EW - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.So kannst du die Maßnahme einbringenZur BewertungWindkraftprojekte bringen den Anwohnern und der ganzen Stadt Erträge. Über die Aufteilung lohnt eine früher Einbezug der Lokalpolitik. Die Wege zu den Projekten werden in der Regel durch die Betreiber erheblich entwickelt und erbringen auch so Infrastruktur wie wenn man wünscht auch lokales, freies WLAN, da die Anlagen oft mit SKYLINK zur Datenauswertung verbunden sind.
3. Energieautarker Betrieb von Kläranlagen (IWK_03)
Die Kläranlage ist meist der größte kommunale Stromverbraucher (vor Straßenbeleuchtung und Schulen). Hier kann bei intelligentem Energiemanagement eine Menge eingespart werden.
Aktueller Stand in Arnsberg: Es reicht noch nicht!Wir verlangen: Das Alles getan wurd, dass das Klärwerk bis spätestenz 2035 zu 100 % energieautark arbeitet - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.So kannst du die Maßnahme einbringenZur BewertungFrage nach PV-Anlagen auf den Beckenrändern und Zäunen der Kläranlagen um dort einen Teil der Energie einzusparen.
4. Sanierung und Modernisierung kommunaler Liegenschaften (GW_04)
Die energetische Sanierung von Altbauten reduziert die Energieverschwendung beim Heizen, was nicht nur Emissionen spart, sondern auch die langfristigen Betriebskosten für die Kommune (bzw. Nebenkosten für Mieter:innen) reduziert.
Aktueller Stand in Arnsberg: Beschluss zur Sanierung / Modernisierung ihrer Liegenschaften bei einer Sanierungsrate von mindestens 2 %.Wir verlangen: Beschluss zur Sanierung / Modernisierung ihrer Liegenschaften bei einer Sanierungsrate von mindestens 5 % UND Veröffentlichung eines konkreten Sanierungsplans für die nächsten 5 Jahre - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.Zur Bewertung5. Lokaler kommunaler Klimaschutzfonds/Klimafonds (KV_03)
Viele wichtige Klimaschutzprojekte müssen nicht von der Kommune konzeptioniert werden, sondern werden oftmals von lokalen Initiativen eigenständig entwickelt. Wenn diese das Geld bekommen, um ihre Ideen umzusetzen, kann dies den Fortschritt der Kommune enorm beschleunigen.
Aktueller Stand ist, in Arnsberg gibt es keinen lokalen Klimafonds.Wir erwarten: Den Aufbau eines lokaler Klimafonds, der aktiv bei der Förderung regionaler Klimaschutzmaßnahmen mitwirkt. In den nächsten fünf Jahren sollen mindestens zwei Projekte umgesetzt werden - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.Zur Bewertung6. Verpackungssteuer (IWK_11)
Die Verpackungssteuer reduziert das Müllaufkommen durch Einwegverpackungen und fördert nachhaltige Alternative. Das schützt Klima & Umwelt, und kann eine relevante Finanzquelle für die Kommune sein.
Aktueller Stand in Arnsberg: keine Verpackungssteuer aktiv und auch nicht geplant.Wir fordern verbindlich: Verpackungssteuer existiert und mind. 12 von 14 Punkten erreicht - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.Zur Bewertung7. Freiflächen-PV (EN_01)
Freiflächen-PV Anlagen sind ein wichtiger Teil der Energiewende und ermöglichen eine Wertschöpfung vor Ort, sowie Unabhängigkeit von fossilen Lieferketten.
Aktueller Stand in Arnsberg: Es gibt FFPV-Anlagen, aber mit Gesamtleistung von weniger als 100 Watt pro Einwohner.Wir erwarten: FFPV-Anlagen mit Gesamtleistung von mehr als 1000 Watt pro Einwohner müssen sofort gebaut werden - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.So kannst du die Maßnahme einbringenZur BewertungEntlang aller Bundesautobahnen, Bahnstrecken gibt es auf beiden Seiten einen unbebauten 500m Streifen in dem FFPV bevorzugt bebaut werden kann. Hier und auf belasteten Böden oder alten Munitionsdepots konnten FFPV schon immer Gewinnbringend gebaut werden. Sprich mit dem Bürgermeister oder einem Ausschuss wie die Stadt das einbringen will. Regenwasser von PV-Modulen kann auch für Löschtanks und der Strom mit Speichercontainern für Ladepunkte am Zaun genutzt werden.
8. Elektrifizierung ÖPNV (VK_08)
Mit einem Upgrade aller Linienbusse auf Elektroantrieb kann die Kommune nicht nur die eigenen Emissionen im Verkehrssektor senken, sondern auch als Vorbild bei der E-Mobilität vorangehen.
Aktueller Stand in Arnsberg bei „Elektrifizierung ÖPNV": Beschluss vollständige Elektrifizierung bis spätestens 2035.Wir fordern verbindlich: Die vollständige Elektrifizierung ist bis spätestens 2030 - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.Zur Bewertung9. Transformationsplan zur Dekarbonisierung vorhandener Fernwärmenetze (GW_02)
Fernwärmenetze werden oft noch mit fossilem Gas betrieben, was ein großer Emissionstreiber der Kommune ist. Eine Transformation auf emissionsarme Wärmequellen (Geothermie, Flussabwärme, Industrieabwärme, Solarthermie, ...) ist wichtiger Bestandteil der Wärmewende.
Aktueller Stand in Arnsberg: es liegt kein Plan zur Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes vor.Wir erwarten: Konkreter Plan mit Maßnahmen zu 100 % Dekarbonisierung bis 2035 und Meilensteinen/Zwischenzielen - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.So kannst du die Maßnahme einbringenZur BewertungDie Umstellung eines Fernwärmenetzes auf "Kalte Fernwärme" kann die Vorlauftemperaturen und den Wirkungsgrad optimieren in dem in Häusern/Etagen hocheffiziente Wasser-Wasser Wärmepumpen die Haustemperaturen erzeugen. Unterstützend sollten Solarthermische Anlagen mit schwimmbadgroßen Saisonspeichern bei der Modernisierung geplant werden
10. Umstellung auf nachhaltige Ernährung in öffentlicher Verpflegung (LNE_05)
Mit einem vegetarisch/veganen Angebot senkt die Kommune nicht nur die Emissionen ihrer Verpflegung, sondern animiert und unterstützt auch die Menschen vor Ort beim Wechsel zu nachhaltiger Ernährung.
Aktueller Stand in Arnsberg: es gibt keinen Beschluss.Wir erwarten: Beschluss, dass die Mehrheit der Optionen vegetarisch/vegan sein muss UND diese aus ökologischer Landwirtschaft (Bio) UND von regionalen Anbietern bezogen werden müssen - damit Arnsberg auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.Zur Bewertung